Shalom-Salam: Wohin?
Interkulturelles Jugend- und Theaterprojekt des Deutsch-Jüdischen Theaters seit 2015.
"Und was ist ihr Grund? Ich bin ein Jude. Hat nicht ein Jude Hände? Organe?
Körperteile? Sinne, Neigungen, Leidenschaften? Genährt mit der selben Nahrung?
Verwundet mit den selben Waffen? Den selben Krankheiten unterworfen,
geheilt mit den selben Mitteln? Gekühlt und gewärmt durch den selben
Winter und Sommer – so wie ein Christ?
Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht?
Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht?
Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns dann nicht rächen? "
(Shakespeare, Kaufmann von Venedig, Shylock)

Die Projektziele:
1. Akquirierung von Wissen und Selbstvertrauen bei den Jugendlichen und Identifikation konkreter Konfliktfelder: Antisemitismus, Muslim- und Fremdenfeindlichkeit
2. aktive Beschäftigung mit dem Paralleluniversum: d.h. Wissen von der anderen Seite aufzunehmen, historisch, aktuelle Lebenswirklichkeit und Sicht auf die Kultur/Tradition/Religion/das Herkunftsland sowie die Wahrnehmung des Gegenübers; aus dieser Wissensakquise resultierend:
3. ein wachsendes Selbstvertrauen der Jugendlichen in die eigene Fähigkeit zur Analyse und das eigene Urteilsvermögen, was wiederum dazu befähigt: 1. traditionelle - ideologische Hintergründe und die Identifikation mit (übergestülpten) Vorurteilen zu hinterfragen und 2. einen eigenen Standpunkt zu entwickeln.
4. Im Ergebnis bedeutet das eine kontinuierliche Schulung sozialer Kompetenz und die Befähigung, mit Konfliktsituationen angemessen umzugehen, d.h. auch Schaffung der Grundlage, um Jugendliche zum eigenständigen Multiplikator zu machen.