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             Shalom-Salam-Wohin? 2.Staffel

Das Jahr 2020 steht unfreiwillig im Zeichen von Corona, und so zeigt der Auftakt unserer zweiten Staffel „Bilder aus den Zeiten von Corona“ und erzählt in Episoden von vier verschiedenen Familien aus Berlin und wie sie diesen Alltag erleben.
Arman ist verzweifelt, denn seine über alles geliebte Frau hatte einen schweren Verkehrsunfall und liegt zwischen Leben und Tod im Krankenhaus. Aufgrund der Tatsache, dass er wie der Rest seiner Hausgemeinschaft in der Neuköllner Weserstraße unter Quarantäne gestellt wurde, kann er nicht an ihrer Seite sein. Ständig plagen ihn Gewissensbisse, dass er Allahs Zorn auf sich gezogen und so den Unfall seiner Frau verschuldet hat. Arman ist davon überzeugt, dass nur die große Wallfahrt nach Mekka seine Frau retten kann, aber da ist eben die Quarantäne und die Tatsache, dass auch Saudi-Arabien die Grenzen geschlossen hat. Neben Arman und seinem Sohn Can wohnt die alleinerziehende und aus Palästina stammende Leyla mit ihren drei sehr temperamentvollen Kindern, die schon seit fast zwei Wochen keinen Freiraum mehr genossen haben und deren wahnwitzige Lieblingsbeschäftigung es geworden ist, „Szenen aus dem Nahostkonflikt“ im Wohnzimmer besonders blutig nach zu stellen. Da wird auf jüdische Grenzsoldaten geschossen und denen auch mal gezeigt, was ein richtiger Moslem so drauf hat. Aber auch ganz ohne Quarantäne, sondern nur im Homeoffice am Küchentisch, ist die Lektorin Ricarda dem Nervenzusammenbruch nahe, denn was sie sich so dringend wünscht ist: RUHE. Aber die wird es nicht geben, so lange ihre Mädchen statt in der Schule zu lernen, zu Hause beschäftigungslos herumtoben und ihr Mann im Wohnzimmer per Videokonferenz ständig seine Mitarbeiter anbrüllt. Und was die jüdische Familie betrifft, so leidet sie in ihrem Haus mit Garten nicht an der städtischen Enge, aber ihre Existenz, nämlich das familieneigene Bauunternehmen, geht gerade den Bach runter, während der Familienvater seit Monaten handlungsunfähig im fernen Russland festsitzt und die Mädchen sich immer häufiger und zunehmend verwundert die Frage stellen, warum ihre Mutter, die sich doch eigentlich in dieser Zeit umso mehr um sie kümmern sollte, seit Wochen immer weniger zu Hause ist...
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Das Projekt: „Shalom-Salam: Wohin?“ ist ein Theaterstück, das seit 2015 jährlich gemeinsam von den Künstlern des Fördervereins für deutsch-jüdische Theatervorstellungen e.V. (DJT-Deutsch-Jüdisches Theater) mit Berliner Jugendlichen jüdischer, muslimischer und christlicher Prägung in Fortsetzung als Culture-Clash-Komödie konzipiert und im Rahmen von zehn öffentlichen Vorstellungen zum Jahresende auf die Bühne gebracht wird. Das Stück reagiert auf die jeweils aktuelle gesellschaftspolitische Situation in Deutschland, wo neben aller Weltoffenheit immer wieder Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und Rassismus im Allgemeinen das Bild bestimmen und reflektiert auch die spezielle Situation der Jugendlichen innerhalb ihrer Familien, ihres sozialen Umfelds und in der Gesellschaft. In gemeinsamen Workshops sind die Jugendlichen gehalten, sich offen und ungefiltert über ihre Gefühlswelten und Sichtweisen auszutauschen, und entsprechend auch an der Gestaltung des Textbuches inhaltlich mitzuarbeiten. Künstlerische Leitung und Text: Alexandra Julius Frölich Regie und Liedertexte: Gudrun Lelek Musikalische Leitung: Alexander Gutman und Evgenija Rabinovitch Marketing und Öffentlichkeit: Bettina Exner Technische Leitung: Peter J. Werner Mitwirkende sind: das künstlerische Ensemble und das Jugend-Ensemble des DJT sowie die Musiker der Berliner Musikschule Saz Evi unter der Leitung von Ali Riza Türk SSW und Corona... In welcher gestalterischen Weise in diesem Jahr die öffentliche Präsentation im November/Dezember genau erfolgen kann, ist noch unklar, da auch wir vom DJT den Corona-Verordnungen Rechnung tragen müssen. Unsere ursprüngliche und langfristige Planung müssen wir leider an die aktuellen Gegebenheiten anpassen, daher bitten wir Sie, die genauen Termine und den Veranstaltungsort ab Oktober unserer Website zu entnehmen. Eine verbindliche Voranmeldung per Mail oder Telefon mit Angabe aller Kontaktdaten ist dieses Jahr unbedingt erforderlich.

  Tel: 0176 - 722 61 305                       

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